Presseartikel


Toleranz und Gastfreundschaft sind unerreicht

Lions-Club Bruchköbel informiert über das faszinierende Reiseland Thailand - Internationale Ehre



Bruchköbel (id/jp). Der Lions-Club Bruchköbel wartete im Bruchköbeler Bürgerhaus mit einem sehr informativen und fundierten Vortrag über das Reiseland Thailand auf. Vortragender war Thomas Stützer aus Maintal, Gründungspräsident des Lionclubs Bruchköbel. Ehrengäste an diesem Abend waren Exzellenz Chailert Limsomboon, königlich thailändischer Generalkonsul, sowie Governor Reinhold Hocke (Melsungen) und Past Governor Hans Spichalsky (Bebra).
Eingeleitet wurde der Abend durch Tänze der Ginnarie Thai-Tanzgruppe in farbenprächtigen Gewändern. "Warum übt seit Jahren dieses Land trotz Tsunami, Vogelpest, Militärputsch und asiatischer Finanzkrise eine solche Anziehungskraft aus?", so die zu Beginn gestellte Frage. Immer mehr Deutsche wollten ihren Lebensabend in diesem Land verbringen oder zumindest überwintern. Nach seinen Ausführungen über die politische Lage in Südostasien gab der Referent Thomas Stützer auch etwas Erfreuliches kund. Bei einem Badeurlaub in Thailand wandelte er mit seiner Frau über den Blumenmarkt. Der Aufforderung etwas zu kaufen, lehnte er dankend ab, da der Rückflug bevorstand. Als Thomas Stütz er und seine Frau den Markt verließen, kam die Verkäuferin hinterher und schenkte ihnen einen großen Strauß Orchideen, ohne auf Bezahlung zu warten. Diese Geste habe er bis heute nicht vergessen. In einem Abschnitt über Thailand ging Stützer dann auch auf die Religion in Thailand ein. Thailand zähle zu den Ländern des Theravada-Buddhismus, es sei die Nationalreligion des Königreiches. Der Buddhismus verlange keinen Glauben an die absolute Richtigkeit seiner Lehre, sondern lade dazu ein, diese selbst auf Richtigkeit hin zu überprüfen. Von großer Bedeutung seien die Meditationsmethoden, die in Anpassung an die geistigen Fähigkeiten der einzelnen Menschen ausgewählt werden. Der 80-jährige König von Thailand sei der Schutzherr über diese Religion und für die Thais bestehe eine untrennbare Verbindung zwischen Thron und Buddhismus. Von der Geschichte Thailands wisse man recht wenig. Es sei nicht gesichert, woher die Thais stammen. Die erste urkundliche Erwähnung der Thai im südostasiatischen Raum befinde sich in einer Inschrift der Cham, von denen wenig mehr bekannt ist, als sie in Kambodscha und Vietnam einen Staat gegründet hätten. Das heutige Königshaus der Chakri gründete mit Rama dem Ersten im Jahr 1782. Drei ethnische Gruppen und religiöse Minderheiten leben in Thailand. Zum einem die Bergvölker, die in den 14 Provinzen Nordthailands siedeln und rund 500 000 Menschen zählen. Dann die Chinesen mit zehn Prozent Anteil an der Einwohnerzahl und im Süden Thailands die Moslems. Etwas mehr als eine Million Menschen lebten hier, deutlich unter dem Lebensstandard der Thais.
Thailand gliedere sich in verschiedene Klimazonen von äquatorialem bis zu dem tropischen Monsunklima. Die Unterschiede seien teilweise erheblich. Mit dem Klima stehe und falle die Gesundheit, die der Referent im nächsten Abschnitt beleuchtete. Da der größte Teil der Bevölkerung Thailands auf dem Lande lebe, versorgt man sich zuerst über die Apotheke. Gesundheitseinrichtungen betreiben eine westlich orientierte Medizin und stellen sich mehr und mehr auf den zahlungskräftigen Touristen ein.
Den breitesten Raum seiner Ausführungen nahm die Gastfreundschaft in Thailand ein. Die Toleranz und die traditionelle Gastfreundschaft der Thais erleichterten es dem Touristen, Kontakte zu knüpfen. Trotzdem sollte der Besucher einige Regeln beachten: Nie das Königshaus kritisieren, Frauen sollten keinen Mönch berühren, nicht die Geduld verlieren und laut werden, nicht laut streiten. Es sei manchmal besser, die sicher geringfügige Summe zu zahlen und zu gehen.
Thailändisch grüßen ist einfach. Ein leichtes Kopfnicken, nicht jedoch Hände schütteln wird als Grußform bei Touristen akzeptiert. Am Strand sollte die Dame das obere Bikiniteil nicht vergessen.
Mit den Ausführungen, warum zahlreiche Männer als Sextouristen nach Thailand reisen, und warum sich viele Thailänderinnen für Sex hergeben, beendete Thomas Stützer seinen informativen Vortrag. Abschließend berichtete Governor Reinhold Hocke noch über die anstehende Weltkonferenz der Lions in Bangkok und dass dort erstmalig ein Deutscher zum Vize-Weltpräsidenten gewählt wird.

Hanauer Anzeiger vom 07.03.2008