Presseartikel


Gelb-blaue Gala

Königlich schwedischer Konsul bei Lions



(pm) - Wer wollte nichts schon immer mal wissen, was macht eigentlich ein Konsul, wie wird man das und was ist der Unterschied zwischen einem Honorar- und einem Generalkonsul? Aber bevor der Referent des Abends, der kgl. Schwedische Honorarkonsul Dr. Christian Bloth, seinen Vortrag "Aufgaben und Funktionen eines Honorarkonsuls" im festlich mit großer schwedischer Fahne und den Lionsemblemen geschmückten Hochzeitssaal des Bürgerhauses Bruchköbel vortragen konnte, war Aufnahme eines neuen Mitglieds im festlichen Rahmen vorgesehen. Die schwedischen Farben und die der Lionsorganisation sind blau-gelb und dominierten den geschmackvoll dekorierten Raum. Der junge erfolgreiche Unternehmer Frank Alexander, Geschäftsführer und Inhaber der in Bruchkübel ansässigen größten Immobilienfirma des Main-Kinzig Kreises, Hermann-Immobilien, wurde feierlich in die große Lionsgemeinschaft aufgenommen. Lions ist die Serviceorganisation, die bei einem unabhängigen Ranking weit vor allen Anderen als Beste abgeschnitten hat. lncoming President Axel Ebbecke verlas einfühlsam die ethischen Grundsätze und Ehrengast, Governor Udo Genetsch übergab zusammen mit Lionspräsident Thomas Stützer die Lionsnadel, die weltweite Zusammengehörigkeit symbolisiert. Governor Genetsch, in diesem Jahr Präsident des Lionsclubs in Blieskastel, gelegen im schönen Bliesgau im Saarland, ist, hatte noch eine besondere Überraschung für Frank Alexander bereit, nämlich die Ehrennadel des Weltpräsidenten, die bisher noch kein Lionsmitglied erhalten hat. Bereits zweimal besuchten Lions aus Bruchköbel die gastlichen Freunde in Blieskastel und die Verbindung wird sicher nicht abreisen. Es liegt wieder eine verlockende Einladung zu einem Jazzfestival vor. Mit großem Interesse verfolgte Honorarkonsul Dr. Christian Bloth die Aufnahmezeremonie, ist er doch selbst Mitglied in einem Frankfurter Lionsclub. Beruflich ist Dr. Bloth Partner der größten schwedischen Rechtsanwaltskanzlei, die weltweit in wichtigen Wirtschaftszentren tätig ist. Dr. Bloth erläuterte den Gästen, das immer mehr Länder ihre Konsulate von General- in Honorarkonsulate umstellen . So wurde auch das in Frankfurt ansässige Konsulat, das früher von einem Berufsdiplomaten, nämlich dem Generalkonsul, in ein Honorarkonsulat umgewidmet. Der Berufsdiplomlat, von seinem Heimatland entsandt und mit vielen Privilegien ausgestattet, ist wie der Honorarkonsul Anlaufstelle für alle Fragen, die sein Land betreffen und er ist derjenige, der Informationen bereit hält und einholt bei der Botschaft in Berlin und Kontakte vermittelt. Dr. Bloth beschrieb mit humorvollen Worten, wie ihn selbst vor über einem Jahrzehnt, als er noch nicht mal 40 Jahre alt war. die unerwartete und ehrende Anfrage erreichte, ob er Honorarkonsul von Schweden werden wollte. Beziehung dahin gibt es genug. Seine Kindheit verbrachte er auf dem familiären Besitz der Sonneninsel Öland in Schweden und einige Jahre Studium an schwedischen Universitäten und seine Partnerschaft in einer schwedischen Rechtsanwaltskanzlei mit Niederlassung in Frankfurt unterstreichen seine starke Verbundenheit mit diesem skandinavischem Land. Nach seiner Zusage mussten aber noch viele behördliche Hürden genommen werden, denn die betroffenen Bundesländer mussten ihre Zustimmung geben. Ein untadliger Leumund ist natürlich Voraussetzung und Honorarkonsule der EU-Länder sind sicher nicht mit Ländern zu vergleichen , die nicht den gleichen hohen Anspruch erheben. Die altruistische Art von Dr. Bloth, seine tiefen Kenntnisse der Wirtschaft beider Länder und seine Liebe zu dem Land, das touristisch solch eine große Anziehungskraft auf die Deutschen ausübt, zeigen, dass diese große Aufgabe Freude bereitet und mit großem persönlichen Engagement weitergeführt wird. In den Medien sind auch immer wieder kulturelle Veranstaltungen des Konsulats angesagt, die weit über die Region hinaus weisen. Präsident Stützer dankte für den informativen Vortrag, der auch die glänzende wirtschaftliche und touristische Situation Schwedens beleuchtete und überreichte den Ehrenbanner des Lionsclubs zur Erinnerung. Positive Erwähnung sollte auch der junge schwedische Pianist Ake Wahlberg finden, der auf dem Flügel den Gästen einfühlsam klassische aber auch moderne skandinavische Musikstücke darbrachte und so dem Abend ein festliches Ambiente gab. Ake Wahlberg studiert in Schweden und Deutschland Musik und ist in verschiedenen Meisterklassen präsent. Wahlberg wird zusammen mit der international bekannten Mezzosopranistin Karita Jungar am 20. Juni in der Jakobuskirche einen Nordischen Liederabend darbieten. Natürlich für einen guten Zweck. Bei dieser Gelegenheit wies Lionspräsident Stützer daraufhin, dass der am 8. Mai im Schloss Philippsruhe geplante Lions Charity Frühlingsball bereits überbucht ist. Am Ballabend wird ein repräsentatives Bild des angesehenen Malers Georg E. Pientka zur Versteigerung kommen, das Axel Ebbecke sponsert. Der Erlös der Versteigerung wird der Palliativen Patientenhilfe zugeleitet.

Bruchköbler Kurier vom 30.04.2009