Presseartikel


Ein Fest für die Sinne

Lions Club Bruchköbel veranstaltet anspruchsvollen Abend der Kultur für einen guten Zweck



BRUCHKÖBEL Bereits zum zweiten Mal hatte der Lions Club Bruchköbel zu „Lions meet Piano, Poesie & Painting" geladen und auch in diesem Jahr erwies sich diese Benefizveranstaltung im Bürgerhaus Bruchköbel als voller Erfolg. Rund 150 Gäste waren gekommen, um einen kulturreichen Abend zu genießen und dabei Gutes zu tun. Denn der Reinerlös ging an die Bruchköbeler Fritz-Hofmann-Stiftung.
Der seit 2002 bestehende Lions-Club in Bruchköbel hat es sich zum Ziel gesetzt, getreu dem Lions-Motto „we serve - wir dienen" Veranstaltungen anzubieten, die dazu genutzt werden, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, der dann in vollem Umfang an ein lokales Hilfsprojekt gespendet wird. „Kindern helfen, Kinder fördern, Kindern eine Freude machen" - gezielt unterstütze und fördere die Fritz-Hofmann-Stiftung seit 25 Jahren Bruchköbeler Kinder in vielfältiger Weise, erläuterte Hartmut Kingeter, Sekretär des LC Bruchköbel, in seiner Begrüßung. Mit den Erlösen dieses Abends wolle man die sinnvolle Arbeit der Stiftung unterstützen.
Dann gehörte die Bühne den Interpreten - musikalisch wie auch darstellerisch eindrucksvoll. Zum Auftakt gab Pianist Sergey Korolev, gewohnt virtuos und leichthändig Präludium und Fuge a-Moll von Johann Sebstian Bach in einer Bearbeitung von Franz Liszt zum Besten, bevor Erland Schneck-Holze, Gründer der Theatergruppe der Hohen Landesschule, teils verschmitzt, teils energisch und manchmal auch mit leisen Tönen seine Zuhörer beeindruckte und zum Schmunzeln brachte, wie auch nachdenklich stimmte. Im Wechsel mit den Klavierstücken rezitierte er Gedichte vor allem von Erich Kästner, Johann Wolfgang von Goethe und Mascha Kaleko, aber auch von Heinrich Heine, Rainer Maria Rilke, Eduard Mörike und Ferdinand Freiligrath. Diese ergänzten sich perfekt durch ihren unterschiedlichen Stil und historischen Hintergrund - sei es Kästners „Die Entwicklung der Menschheit" und seine „Sachliche Romanze" mit Freiligraths „Liebestraum" oder Kalekos „Verse für keinen Psalter".
Ein besonderer Hörgenuss war auch das vierhändige Klavierspiel von Sergey Korolev und seiner Frau Irina Bykova. Die vielfachen Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe verzauberten ihr Publikum unter anderem mit Wolfgang Amadeus Mozarts Sonate in C-Dur für vier Hände und einer Bearbeitung von Pjotr Illitsch Tschaikowskis berühmter „Nussknackersuite", Opus 71a. Desweiteren interpretierte Korolev eine „Nocturne" sowie eine „Polonaise" von Frederic Chopin und die bekannten Werke „Liebestraum" von Franz Liszt sowie „Träumerei" von Robert Schumann.
In der Pause hatten die Gäste dann Gelegenheit, die äußerst vielfältigen Malereien von Marianne Nolde im Rahmen einer Vernissage in der anderen Saalhälfte zu erkunden und zu erstehen. Ein Teil dieser Verkaufserlöse kam ebenso der Fritz-Hofmann-Stiftung zugute. Über eine Summe von 2500 Euro konnten sich der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Lutz Heyer und Vorstandsmitglied Werner Zimmermann freuen, als ihnen LC-Präsident Lars Gerner im zweiten Teil des Benefizabends zwei Schecks überreichte.
Heyer betonte, dass die Stiftung sich zu zwei Dritteln aus dem Stiftungskapital und zu einem Drittel aus Spenden finanziere und bedankte sich herzlich für die Zuwendung. Jährlich unterstütze die Fritz-Hofmann-Stiftung rund 150 Kinder im Alter bis zu 14 Jahren in Bruchköbel.

Hanauer Anzeiger vom 29.01.2018