Presseartikel


"Für die Bürger da"

Frankfurter Stadtverordnetenvorsteher bei Lions-Festabend zu Gast



Bruchköbel (id/wi). Der Lions Club Bruchköbel gestaltete seinen Clubabend diesmal zu einem "Festabend" und hatte dazu mit dem Stadtverordnetenvorsteher der Stadt Frankfurt, Karlheinz Bührmann, einen prominenten Redner gewinnen können. Festliche Dekoration, dazu Klaviermusik vom feinsten und Sektempfang erwartete die Clubmitglieder und eingeladenen Ehrengäste.
Senator Thomas Stützer begrüßte die Anwesenden und kündigte einen recht unterhaltsamen Abend an. Bevor man sich an das Festmenü wagte, gaben Bruchköbels Bürgermeister Günter Maibach und Stadtverordnetenvorsteher Thomas Demuth ein kurzes Grußwort. Heiterkeit kam auf, als Bürgermeister Maibach erwähnte, dass der Unterschied zwischen "seinem" Stadtverordnetenvorsteher und dem Frankfurter Kollegen sicherlich darin bestehe, dass der Frankfurter Kollege sogar einen eigenen Fahrer habe. Daran müsse man in Bruchköbel noch arbeiten.
Frankfurt brauche das Umland, das Umland aber auch die Stadt Frankfurt, meinte Karlheinz Bührmann eingangs seines kurzen Überblicks über seine Tätigkeit in der "Großstadt" Frankfurt. Seine Tätigkeit im Frankfurter Stadtparlament sei ebenso wie in Bruchköbel ein Ehrenamt und so sei es oftmals schwer gewesen, Beruf und Amt in Einklang zu bringen. Eine wöchentliche Arbeitszeit von 70 Stunden sei schon fast normal. Die wesentlichste Aufgabe bestehe darin, dem Frankfurter Parlament vorzustehen. Um diese Arbeit aber auch bewältigen zu können, habe er ein Büro mit 35 Mitarbeiter. Es gelte für ihn, die zehn Gruppierungen im Stadtparlament auf eine Linie einzuschwören. So werde stets auch ein enger Kontakt zu den Fraktionen gehalten. Der Stadtverordnetenvorsteher, so Bührmann, sei auch gleichzeitig der Vorsitzende des Ältestenrates; er halte engen Kontakt mit den Stadtteilräten. Unterstützt werde er hierbei von vier Stellvertretern. Im Frankfurter Stadtparlament gebe es für alle Gruppierungen festgelegte Redezeiten, und es gelte daher streng darauf zu achten, dass diese Redezeit, die insgesamt für alle Tagesordnungspunkte gelte, auch eingehalten werde. In Hessen gibt es nach Angaben von Bührmann von den 18 größten Städten auch ein Gremium der Stadtverordnetenvorsteher, in dessen Reihen über die Aufgaben und Bewältigungen debattiert wird.
Der Frankfurter Stadtverordnetenvorsteher hat aber auch zahlreiche repräsentative Aufgaben zu erfüllen. Diese belaufen sich auf rund 500 Einladungen im Jahr, die wahrgenommen werden müssen. Darüber hinaus gibt es in der Stadt Frankfurt 95 konsularische Vertretungen, mit denen man in engem Kontakt stehe. Für die Stadt Frankfurt ist es besonders wichtig, dass der Flughafen seinen Funktionsfähigkeit behält, Frankfurt sei ohne Flughafen nicht wegzudenken. Es gelte aber auch die 14 bestehenden Städtepartnerschaften zu pflegen. Seit 1977 ist Karlheinz Bührmann im Frankfurter Städteparlament und für private Termine ist so kaum Zeit. "Man ist einfach für den Bürger da", war sein Schlusswort.
Als Dank für seine umfangreichen Erläuterungen überreichte ihm Senator Thomas Stützer einen Wimpel der Stadt Bruchköbel und einen Wimpel des Lions Club Bruchköbel. Noch lange saßen die Anwesenden in munteren Gesprächen beisammen und diskutierten dabei auch den Unterschied zwischen Frankfurt und Bruchköbel.

Bruchköbler Kurier vom 01.09.2008